Asteroid Vesta

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Diese Serie von 24 Bildern des Hubble-Space-Teleskops zeigt eine volle Rotation der Periode 5,34 Stunden des Asteroiden Vesta mit 525 Kilometer Durchmesser.

Hubble löst Oberflächenstrukturen bis auf 80 Kilometer auf. Damit kann Vesta geologisch kartographiert werden. Die Oberfläche spiegelt Vestas vier Milliarden Jahre alte Geschichte wider. Ihre komplexen Oberflächenstrukturen bestehen aus erstarrten Lavaströmen und einem riesigen Einschlagsbecken, das sogar die nächsttiefere Schicht, den Mantel, offenlegt.

Diese Bildfolge wurde mit Hubble's Wide Field Planetary Camera 2 vom 28. November bis zum 1. Dezember 1994 aufgenommen, als Vesta sich 252 Millionen Kilometer von der Erde entfernt befand.

Credit: B. Zellner (Georgia Southern University) and NASA/ESA

Hintergrundinformationen

Vesta ist mit einem mittleren Durchmesser von etwa 516 km und einer Masse von 2.7 x 1020 kg (ca. 12% der gesamten Masse des Asteroidengürtels) der drittgrößte und zweitschwerste Asteroid im Asteroidengürtel zwischen den Bahnen von Mars und Jupiter.

Vesta Orbit

Die Entdeckung der Asteroiden ist erst mit einer völlig neuen Berechnungsmethode des Mathematikers Carl Friedrich Gauß möglich geworden, durch die der zunächst von dem italienischen Astronomen Piazzi 1801 beobachtete, dann jedoch verlorene Kleinplanet Ceres wiederentdeckt wurde. Der Astronom H. Olbers entdeckte Vesta am 29.3.1807 und übertrug das Namensgebungsrecht für den Asteroiden auf Gauß. Der benannte ihn nach der römischen Göttin Vesta von Heim und Herd, der Schwester von Ceres.

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